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Geändert am: 30. November -0001

Abspecken für Schwergewichte

Written by  menscore-body, Published in Allgemeines
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Abspecken für Schwergewichte © olly - Fotolia.com

Es gibt zahlreiche gute Gründe, sich für einen radikalen Gewichtsverlust zu entscheiden, die Vorbeugung von schweren Erkrankungen ist einer davon. Das Vorhaben eines hohen Gewichtsverlusts wird mit vielen Herausforderungen einhergehen und sollte in jedem Fall über einen längeren Zeitraum realisiert werden, um dauerhaft erfolgreich zu sein.

Wer 25 Kilogramm oder mehr abnehmen möchte, hat mit großer Wahrscheinlichkeit einen Body Mass Index, der so hoch ist, dass von einem erheblichen Übergewicht oder sogar von Fettleibigkeit auszugehen ist. Dies bedeutet, dass ein erhöhtes Risiko für diverse körperliche Beschwerden und Krankheiten besteht, darunter Diabetes oder Herzerkrankungen. 

 

Tipps, um langfristig den Kilos den Kampf anzusagen

Wer viel abnehmen möchte, muss langfristig denken. Eine Umstellung der Ernährung und Lebensweise ist meist unverzichtbar. Ein Ratschlag ist dahingehend, dass der Mahlzeiten-Fokus auf dem Frühstück liegen sollte. Wer morgens viel, dafür abends oder nachts weniger ist, neigt eher dazu, Gewicht zu verlieren. Wissenschaftler raten daher dazu, den Tag mit einer proteinreichen Mahlzeit zu beginnen, im besten Fall mit warmer und fester Nahrung. Dadurch ist man satter und wird später auch weniger hungrig. Ganze 350 bis 400 Kalorien mit mindestens 25 Gramm Protein werden hier von Experten empfohlen.

Die Mahlzeitenplanung sollte zudem fortan gut durchdacht sein. Selbst kochen ist nun das Motto, statt den Lieferdienst zu bemühen. Wer für andere mitkocht, sollte sich einen Menüplan überlegen, der allen Geschmäckern und Bedürfnissen gerecht wird. Das Gemüse, das man selbst als Hauptmahlzeit isst, kann beispielsweise bei den anderen die Beilage sein.

Neben den Mahlzeiten ist es vor allem auch das richtige Maß an Bewegung, das eine erfolgreiche Diät unterstützt. Keinesfalls darf Muskelmasse verlorengehen. Muskeln verbrennen Fett und Kalorien und sollten daher durch entsprechende Übung gestärkt werden. Sinnvoll können hier beispielsweise Kniebeugen mit einem Übungsball sein, der bei der richtigen Körperausrichtung hilft. Als sehr hilfreich erweisen sich auch regelmäßige Schwimmeinheiten. Zumal das Schwimmen nicht nur einen hohen Kalorienverbrauch ermöglicht, sondern gerade auch von übergewichtigen Personen als sehr angenehm empfunden wird, da der Druck auf die Gelenke gering ist. Und ganz nebenbei absolviert man beim Schwimmen nicht Übungen, die Herz und Kreislauf zugutekommen, sondern fördert auch noch den Muskelaufbau.

 

Immer wieder den inneren Schweinehund überwinden

Um nicht in Versuchung zu kommen, sollten alle Naschereien aus der Wohnung entfernt werden. Selbst kleinste Vorräte in Verstecken verlocken dazu, immer wieder zwischendurch zu naschen. Stattdessen ist es besser, gesundes Essen griffbereit zu lagern. Früchte und Gemüse sollte auf Augenhöhe und nicht in geschlossenen Schubladen gelagert werden. Dadurch ist es wahrscheinlicher, dass man zugreift, wenn man einen Blick in den Kühlschrank wirft.

Wer zudem glaubt, es allein nicht schaffen zu können, kann sich einer Gruppe Abnehmwilliger anschließen. Gegenseitig kann man sich hier anspornen und zum Durchhalten ermutigen. Und auch ein wenig Konkurrenz kann zu einem treibenden Motor werden, um die nötige Motivation zu finden. Natürlich ist es auch wichtig, dass die eigene Familie hinter einem steht.

Und um sich selbst zu motivieren, sollte man auch immer wieder die Erfolge jenseits der Anzeige auf der Waage feiern. Sitzt die Kleidung schon etwas lockerer? Fällt das Treppensteigen leichter? Hat sich der Blutdruck verbessert? All dies sind Anzeichen dafür, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Und wenn die Zahl auf der Waage einmal stagnieren sollte, darf man nicht verzweifeln und dies als Misserfolg sehen. Vielmehr sollte man sich darüber freuen und sich dafür loben und belohnen, dass keine zusätzlichen Pfunde hinzugekommen sind. Die mentale Ebene, mit der man seinen Gewichtsverlust angeht, darf keinesfalls vernachlässigt werden. Denn sie entscheidet ebenfalls darüber, ob man sein Ziel langfristig verfolgen kann oder nicht. Sollte die Stagnation auf der Waage länger als 3 Monate andauern, ist es ratsam, seine Ernährung und den Trainingsplan noch einmal zu überdenken und anzupassen. Eine letzte Option, wenn alle Versuche den gewünschten Erfolg nicht bringen, ist letztlich immer noch ein chirurgischer Eingriff, wie etwa ein Magenbypass.

 
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