Good Food
Geändert am: 06. März 2014

Die Elf Essenzen der Echten Esser

Written by  menscore-body, Published in Good Food
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Die Elf Essenzen der Echten Esser © Bernd Jürgens - Fotolia.com

Essen Sie nur, was Ihnen schmeckt! Das ist einer der elf Tipps von Ökotrophologe Uwe Knop aus Frankfurt zum Thema Ernährung. Dieser und zehn weitere Tipps aus seinem Buch "Hunger und Lust"

 

 



1. Essen Sie nur,
- wenn Sie Hunger haben,
- worauf Sie Lust haben,
- was Ihnen schmeckt und gut bekommt.
Mit diesen Gefühlen stellt Ihre Kulinarische Körperintelligenz sicher, dass Ihr Körper genau die Nährstoffe erhält, die er benötigt. Essen Sie nicht nach Uhrzeiten, sondern nach Ihren Bedürfnissen. Ihr Hungergefühl sagt Ihnen, „wann“.

 

2. Wir sind evolutionsbiologisch weder Vege- noch Carnetarier und sicher auch keine Veganer. Der Mensch ist ein natürlicher „Allesfresser“ (Omnivore.) Daher verbieten Sie sich grundsätzlich nichts. Jedes Nahrungsmittel, das Ihnen schmeckt, ist erlaubt – denn es kommt weniger darauf an, was Sie essen, sondern wie Sie sich dabei fühlen: je besser, desto besser.

 

3. Lassen Sie sich beim Essen nicht groß ablenken und schmecken Sie bewusst mit allen Sinnen

– wenn Sie essen, dann essen Sie. Genießen Sie jede Mahlzeit, und zwar in Ihrer Verzehrgeschwindigkeit. Zur kulinarischen Entschleunigung des Alltags gönnen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen
– essen Sie ohne Hektik, ohne Termindruck.

 

4. Sorgen Sie für Ihre ganz persönliche „Essthetik“ – das Essen muss so aussehen, dass es Ihre Vorfreude steigert, denn Ihr Auge isst mit. Genuss mit allen Sinnen.

 

5. Essen Sie sich satt: Das ist das Ziel der Nahrungsaufnahme; verbunden mit einem entspannenden Wohlgefühl als „körperliche Belohnung“ zur Lebenserhaltung. Wenn Sie häufig aufhören, bevor Sie satt sind, züchten Sie sich ein andauerndes, unterschwelliges Hungergefühl, das sich irgendwann sein Ventil in Heißhunger & Fressattacke sucht.

 

6. Sorgen Sie mit neuen Kreationen immer wieder für Abwechslung auf dem Teller – das erweitert Ihre Kulinarische Körperintelligenz. Angenehmer  Nebeneffekt: Neues entdecken belohnt Ihr Gehirn mit Glücksgefühlen.

 

7. Verwenden Sie möglichst oft frische, unverarbeitete und mit „allen Sinnen getestete“ Nahrungsmittel. Das kann den kulinarischen Genussfaktor erhöhen und Ihrem Körper guttun.

 

8. Reizen Sie gelegentlich Ihr Hungergefühl aus, bis Sie „vor Hunger sterben“. Lassen Sie dann in entsprechend privatem Umfeld Ihrer gesteigerten Esslust „verstandesbefreit“ und ohne Beachtung gesellschaftlicher Normen freien Lauf und essen Sie, wie Sie wollen.

 

9. Stark verarbeitete Lebensmittel und Getränke mit den Bezeichnungen „light“, „Diät“, „ohne Zucker“, „kalorienarm“ und „fettreduziert“ können die kulinarische Intelligenz Ihres Körpers stören, den Wert von Nahrungsmitteln korrekt einzuschätzen. Machen Sie daher den rein gefühlten Geschmackstest frei von „gesunder Ernährungspropaganda“ und probieren Sie unbedingt auch die „echten“ Versionen dieser Produkte. Entscheiden Sie anschließend ehrlich und im wahrsten Sinne aus dem Bauch heraus, was Ihnen besser schmeckt.

 

10. Es gibt grundsätzlich weder „gesunde Nahrungsmittel“ noch „ungesundes Essen“. Allein die Menge ist entscheidend. Alles ist erlaubt. Ihre Kulinarische Körperintelligenz reguliert Ihr Hunger- und Lustempfinden nach den erforderlichen Nährstoffen. Dementsprechend abwechslungsreich und ausgewogen ernähren sich Echte Esser.

 

11. Ignorieren Sie alle Meldungen zu „gesundem Essen“ – gesund ist nur, was Ihnen schmeckt, nicht, was als gesund dargestellt wird.

 

Mehr zum Buch gibt es hier & das Buch hier.

 

 

 
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