Mood Food
Geändert am: 06. März 2014

Schlechte Laune? Essen Sie das!

Written by  menscore-body, Published in Mood Food
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Schlechte Laune? Essen Sie das! © joanna wnuk - Fotolia.com

Nicht nur Liebe geht durch den Magen, auch gute Laune kann herbeigegessen werden. Schokolade als Trostspender ist der Klassiker, aber nicht der einzige Stimmungsmacher, mit dem Sie sich glücklich essen können. 

 

Schokolade macht glücklich

Als bekanntester Stimmungsmacher gilt sicherlich die Schokolade. Sie wirkt, indem sie in den Serotoninstoffwechsel eingreift. Serotonin ist ein Botenstoff, der gute Laune auslösen kann und wird deswegen auch als das "Glückshormon" bezeichnet. Ein Mangel kann Lustlosigkeit und Stimmungstiefs auslösen. Der Serotoninspiegel im Gehirn hängt in erster Linie von der Lichtintensität ab, die in unser Auge fällt. Bei Stimmungstiefs kann aber auch Schokolade Abhilfe schaffen. Sie enthält zwar kein Serotonin, aber die Aminosäure Tryptophan - eine Vorstufe des "Glückshormons".

 

Zur Aufmunterung Fisch mit Kartoffeln

Tryptophan kommt außerdem in Fisch, Fleisch, Milchprodukten, aber auch in Bananen, Mangos und Erdbeeren vor. Allerdings bewirkt Tryptophan alleine nicht viel. Es wird nur in Gegenwart von Zucker ins Gehirn transportiert und dort zu Serotonin umgewandelt. Deshalb sind Bananen oder Schokolade die idealen Stimmungsaufheller. Eiweißhaltige Speisen wirken nur aufmunternd, wenn sie zusammen mit Kohlenhydraten verzehrt werden - beispielsweise Fisch mit Kartoffeln oder Fleisch mit Nudeln.

 

Chili & Co. für gute Laune

Paprika und Chili im Essen können nicht nur schweißtreibend sein, sondern auch für gute Laune sorgen. Dafür ist Capsaicin verantwortlich, die Substanz, die den Schoten die Schärfe verleiht. Besonders bei rohem Verzehr setzt dieser Stoff im Gehirn "Glückshormone" frei.


Vitamine und Mineralstoffe

Vitaminreiche Kost leistet einen wesentlichen Beitrag zum geistigen und körperlichen Wohlbefinden. Vitaminmangel kann die Ursache von Lustlosigkeit und Müdigkeit sein. Auch Mineralstoffe sind für einen gesunden Körper und Geist wichtig. Beispielsweise kann Eisenmangel zu Abgeschlagenheit bis hin zu Depressionen führen. Auch zwischen Selenmangel und negativen Stimmungen wurde ein Zusammenhang beobachtet.

 

Sport setzt Endorphine frei

Die richtige Ernährung trägt sehr zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden bei. Trotzdem sollte man den Frust des Alltags nicht nur mit Hilfe von Schokolade & Co. hinunterschlucken. So lecker sie auch sind und wirken – auf Dauer gegen Dauerstress gegessen – können sie sich als Rettungsring um die Hüfte legen. Langfristig sollte Sport wenigstens zum zweiten Standbein gegen den Stress werden. Nicht nur weil körperliche Betätigung der Bildung von Rettungsringen entgegenwirkt, sondern weil dadurch auch Endorphine freigesetzt werden - Hormone, die ebenfalls Glücksgefühle auslösen.