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Geändert am: 24. August 2013

Beste Diagnose-Technik - Kardiale Magnetfelddiagnostik

Written by  menscore-body, Published in Allgemeines
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Beste Diagnose-Technik - Kardiale Magnetfelddiagnostik (c) Asklepios

Wie ist der Funktionszustand der Herzmuskeln? Wie hoch ist das Risiko eines Patienten mit Herzrhythmus- störungen, einen plötzlichen Herztod zu sterben? Die Kardiale Magnetfelddiagnostik (Magnetic Field Imaging, MFI) hilft u.a. diese  Fragen zu beantworten.

Funktionsweise

Mit der so genannten Magnetfelddarstellung lässt sich das Magnetfeld des Herzens erfassen, und zwar mit 55 hochempfindlichen Sensoren. Die Magnetfelder des Herzens entstehen parallel zur Zellaktivität im Herzen und enthalten wichtige Informationen über den Herzschlag, die Aktivierung des Herzmuskels während des Herzschlages und den Funktionszustand der Herzmuskelzellen.

Für die Untersuchung wird dem liegenden Patienten ein Gerätekopf über dem Herzen positioniert. Die Untersuchung dauert 5 Minuten, der Patient braucht nicht einmal berührt zu werden. 


 

Haupteinsatzgebiete

Das System wird vor allem bei Herzrhythmusstörungen zur Risikoeinschätzung für den plötzlichen Herztod eingesetzt, insbesondere bei Patienten, mit eingeschränkter Pumpfunktion des Herzens. Es kann so entscheidungserhebliche Zusatzinformationen liefern, ob ein implantierbarer Cardioverter Defibrillator (ICD) eingesetzt werden muss.

 

Vorsorgeuntersuchungen

Patienten mit Herzschwäche, mit bereits erlittenem Herzinfarkt und mit Fällen von plötzlichem Herztod in der Familie können so, zusätzlich zu den bisher üblichen Untersuchungen wie Echokardiographie, Langzeit-EKG und Belastungs-EKG, ihr individuelles Risiko bestimmen lassen.

 

Strahlenbelastung

Kommt gänzlich ohne Strahlung aus.

 

Nebenwirkungen

Keine bekannt.

 


Die Kosten für Ihre Krankenkasse

„Die Kosten für die Untersuchung mit dem MFI-System werden von den Krankenkassen bisher leider nicht übernommen. Diese betragen zurzeit ca. 300 Euro. Wir sind aber zuversichtlich, dass in den nächsten Jahren der Nutzen einer MFI Untersuchung anerkannt und auch die Kosten übernommen werden“, sagt Dr. med. Tobias Tennis vom Asklepios Klinikum St. Georg in Hamburg, dem Krankenhaus, das als erstes in Deutschland über ein MFI-Gerät verfügt.