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Geändert am: 31. Mai 2017

So beugen Sie der Zuckerkrankheit vor

Written by  menscore-body, Published in Allgemeines
Aus der ärztlichen Redaktion
 
So beugen Sie der Zuckerkrankheit vor © wawritto - Fotolia.com

Millionen Männer in Deutschland leiden unter Diabetes. Die Krankheit verkürzt die Lebenserwartung und verursacht ernste gesundheitliche Probleme: Impotenz, Herzinfark, Schlaganfall und Erblindung sind einige davon. Wie Sie sich schützen können.

 

 

Jeder hat Zucker im Blut, hauptsächlich in Form von Traubenzucker (Glucose). Nach dem Essen steigt der Zuckerspiegel im Blut an, woraufhin die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet, ein Hormon, das die Glucose in die Zellen einschleust, wo sie in Energie umgewandelt oder für späteren Verbrauch eingelagert wird.

Wenn der Körper nicht genug Insulin ausschüttet (Typ-I-Diabetes, hauptsächlich bei Kindern und Heranwachsenden) oder der Körper nicht auf das vorhandene Insulin anspricht (Typ-II-Diabe­tes, meist bei über 40jährigen. Bleibt die Glucose aber im Blut und kann nicht in die Körperzellen, können diese auch nicht richtig funktionieren.

Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (Erhebungen im Rahmen der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, 2012) haben unter den 18– 79-Jährigen ca. 4,6 Millionen Personen einen Diabetes vom Typ 2 (7,2 Prozent) in Deutschland, etwa 40 Prozent davon sind Männer über 40. Die Häufigkeit in dieser Altersgruppe ist im Vergleich zu 1998 um 38 Prozent gestiegen.

Abgese­hen von der geringeren Lebenserwartung, haben Diabetiker ernste gesundheitli­che Probleme, insbesondere, wenn die Krankheit nicht richtig behandelt wird. Zum Beispiel kann die Stoffwechselstörung (insbesondere bei schlecht eingestelltem Zucker) zu Ablagerungen in den kleinen Blutgefäßen führen, die Erblindung, Nie­ren- und Nervenschäden und andere lebensbedrohliche Leiden zur Folge haben. Dia­betiker erblinden oder verlieren einen Großteil ihrer Sehkraft 25mal häufiger als Nicht-Diabetiker, sie bekommen 17mal häufiger eine Nierenkrankheit und mindestens doppelt so oft eine Herzkranzgefäßerkrankung oder einen Schlaganfall. Häufig sind außerdem Depressionen und Infektionskrankheiten. Und in 50 bis 60 Prozent der Fälle leiden männliche Diabetiker unter Impotenz, weil die Erkrankung zum einen die Verkalkung der Arterien begünstigt und zum anderen die Nerven schädigt.

 

Risikofaktoren für Diabetes

  • Übergewicht. Zehn Prozent Übergewicht vervierfachen, 20 Prozent verdreißigfa­chen das Risiko für Diabetes
  • Operationen
  • Unfälle
  • starke psychische Belastungen über längere Zeiträume
  • Medikamente wie Kortison und Blutdrucksenker

 

Der Entwicklung eines Typ-II-Diabetes können Sie vorbeugen, indem Sie

  • Normalgewicht halten
  • eventuell hohen Alkoholkonsum einschränken
  • sich regelmäßig körperlich bewegen
  • sich - soweit möglich - für Medikamente, die einen Diabetes begünstigen, Alternati­ven verschreiben lassen
  • essen Sie Fisch! Täglich 30 Gramm Fisch kann möglicherweise das Risiko für Diabe­tes vom Typ II um 50 Prozent senken. Das fanden holländische Forscher am Nationa­len Institut für Volksgesundheit und Umweltschutz heraus. Von den untersuchten Personen, die regelmäßig Fisch aßen, hatten 25 Prozent, von denen, die keinen Fisch aßen, 45 Prozent einen Diabetes entwickelt. Die Forscher gehen da­von aus, dass Fisch eine Substanz enthält - möglicherweise ist es das Omega-3-Fett - die eine Diabetes-Entstehung verhindern kann.
  • Achtung: Diabetiker sollten nicht ohne ärztliche Aufsicht Fischölkapseln einneh­men. Sie können die Glucoseregulation stören!
  • essen Sie weniger Fett! Forscher an der University of Colorado Health Sciences Cen­ter stellten folgendes fest: 40 Gramm Fett - insbesondere zu viel gesättigtes Tierfett - das etwa dem Fettgehalt in einem 115 Gramm schweren Hamburger und ei­ner großen Portion Pommes entspricht, die Wirksamkeit von Insulin verringern können
  • essen Sie mehr Brokkoli! Diese Kohlart enthält reichlich Chrom. Außerdem Nüsse, Austern, Vollkorn und Rhabarber. Dr. Richard Anderson vom U.S. Department of Agriculture´s Human Nutrition Rese­arch Center in Beltsville, Maryland wertete 14 Forschungsarbeiten aus, die nachwiesen, dass Chrom den Blutzucker regulieren kann. So können Medikamente reduziert und ein Diabetes verhindert werden.