Bewegungsapparat
Geändert am: 31. Mai 2017

Schwachstelle Rücken

Written by  menscore-body, Published in Bewegungsapparat
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Schwachstelle Rücken TRIAS Verlag

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz. Schmerzen, besonders in der unteren Rückenregion, sind weit verbreitet. Aber es gibt auch Hilfe. Wozu Experten bei Rückenschmerzen raten. Lesetipp.

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wenn etwa 80 Prozent der Menschen Rückenschmerzen kennen, ist der ernüchternde Umkehrschluss, dass lediglich 20 Prozent der Menschen in Deutschland keine Probleme mit dem Rücken haben“, gibt Physiotherapeut Kay Bartrow aus Balingen zu bedenken. Wie man die eigene „Schwachstelle Rücken“ identifiziert und mit gezielten Übungen effektiv Abhilfe bei Beschwerden im Lendenwirbelbereich schafft, zeigt er in seinem neuen gleichnamigen Ratgeber (s. unten).

„Wir bewegen uns meist so lange ‚gedankenlos‘ und leben unser Leben, bis er da ist – der Schmerz. Schmerz ist zunächst etwas sehr Gutes, denn er warnt uns: Achtung, hier stimmt etwas nicht“, erklärt Bartrow.  Die Ursachen für Rückenschmerzen sind dabei so vielfältig wie die individuellen Körperhaltungen, lassen sich aber unter den beiden Stichworten Überbelastung und Bewegungsmangel zusammenfassen. Grundsätzlich gilt: Gebrauch erhält, gezieltes Training fördert, Überlastung schädigt.

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Mit einfachen Bewegungstests finden Rückenschmerzgeplagte heraus, welches Bauteil des Rückens am wahrscheinlichsten die Beschwerden verursacht – Bandscheibe, Wirbelgelenk, Nerven, oder ist vielleicht sogar das Becken beteiligt? In einem Testbogen notieren Sie, wie weit und wie gut sich der Körper nach vorn beugen oder zur Seite neigen lässt und wann Schmerzen mehr oder weniger werden.

 

Ist die Schwachstelle identifiziert, wird sie mit gezielten Übungen in Angriff genommen. Beckenwippe, Hüftbeuger, Katzenbuckel und Langsitz kommen zum Beispiel zum Einsatz, wenn das Beugen nach vorn schmerzhaft ist. Ist mal keine Zeit zum üben, schlägt der Experte ein „Wo-ich-bin-Programm“ vor, das sich auch im Büro durchführen lässt. Er ist überzeugt: „Wer sich die Mühe macht, seine Schwachstelle am Rücken und an der Lendenwirbelsäule zu identifizieren und die richtigen Schritte dagegen einzuleiten, der hat gute Chancen, größere Beschwerden zu verhindern und bestehende Probleme wieder in den Griff zu bekommen.“



Buchtipp:

 

 

 

 
ANZEIGE