Herz & Kreislauf
Geändert am: 31. Mai 2017

Herzinfarkt - Vorbeugen ist möglich

Written by  menscore-body, Published in Herz & Kreislauf
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Herzinfarkt - Vorbeugen ist möglich © Schlierner - Fotolia.com

Der Herzinfarkt ist kein Schicksal, das man gläubig hinnehmen muss. Wie kaum eine andere Erkrankung lässt er sich vorbeugen, wenn so viele Punkte wie möglich – am besten natürlich alle – aus dem „Vorbeugungs- programm“ nur konsequent genug umgesetzt werden. 

 

 

  • Hören Sie auf zu rauchen, egal, wie alt Sie sind. Wer es schafft, das Rauchen für mehr als zwei Jahre aufzugeben, hat wieder das Risiko wie jemand, der nie geraucht hat.
  • Übergewicht abbauen ist häufig schwer – aber: das Risiko, an einer koronaren Herzkrankheit zu sterben, liegt bei Übergewicht 60 Prozent über dem Durchschnitt.
  • Lassen Sie einen eventuell bestehenden Bluthochdruck unbedingt behandeln.
  • Haben Sie einen zu hohen Cholesterinspiegel? Ihr Arzt wird es feststellen und für Sie nötigenfalls einen individuellen Plan entwickeln, wie Sie diesen senken können.
  • Körperliche Bewegung, besonders Laufen und Fahrradfahren (keinen exzessiven, überfordernden Sport, denn dieser kann das Gegenteil bewirken) hält Sie munter, Ihren Kreislauf stabil und Ihr Herz bei guter Laune. Außerdem steigen dadurch die HDL-Werte, die einen Schutz gegen die Arterienverengung bilden. Beginnen Sie allerdings erst mit Sport, nachdem Ihr Arzt Sie genau untersucht hat.
  • Vermeiden Sie psychischen Stress, plötzliche Anstrengungen und plötzlichen starken Temperaturwechsel.
  • Gestalten Sie Ihr Leben so, dass Sie das für Sie angemessene Gleichgewicht von Spannung und Entspannung halten können.
  • Bekommen Sie Medikamente, insbesondere zur Stärkung des Herzens oder zur Verhinderung von Herzinfarkten, sollten Sie diese unbedingt einnehmen. Blutdruck- und Laborwerte sollten Sie so regelmäßig wie möglich kontrollieren lassen. Die Therapietreue (Compliance) zahlt sich aus. Diese setzt allerdings eine gute Kooperation zwischen Ihnen und Ihrem Arzt voraus. Haben Sie Fragen oder Bedenken, reden Sie mit ihm – oder wechseln Sie zu einer anderen Praxis.