Kopf, Augen & Ohren
Geändert am: 31. Mai 2017

Burnout-Syndrom

Written by  menscore-body, Published in Kopf, Augen & Ohren
Aus der ärztlichen Redaktion
 
Burnout-Syndrom © L.Klauser - Fotolia.com

Völlig ausgebrannt, erschöpft und ziellos? Sie können sich nicht erholen, auch wenn Sie versuchen zu entspannen? Dann leiden Sie vielleicht unter dem Burnout-Syndrom. Und das sollten Sie ernst nehmen, bevor es schlimmer wird. 

 

„Burnout-Syndrom“ ist kein medizinischer Begriff, sondern wird oft im Zusammenhang mit der Entwicklung einer depressiven Erkrankung verstanden. Schätzungsweise 15 Prozent aller depressiven Erkrankungen treten in Zusammenhang mit Burnout-Syndromen auf.

 

Warnzeichen

Wenn es Sie Überwindung kostet, täglich zur Arbeit zu gehen, Sie auch in der Freizeit an die Arbeit denken, sich körperlich und psychisch ausgelaugt und kraftlos fühlen, wenn Sie zu sehr den Erwartungen anderer entsprechen wollen und darüber die eigenen Bedürfnisse vergessen, dann haben Sie wahrscheinlich die Arbeit zu sehr zum Mittelpunkt Ihres Lebens gemacht, sie ist zur wichtigsten Stütze Ihres Selbstwertgefühls geworden.

 

Selbsthilfe

Fragen Sie sich, welchen Spielraum Sie haben, Ihre Arbeitsbedingungen stressfreier und angenehmer zu gestalten. Schaffen Sie sich Luftlöcher, gewissermaßen Inseln unverplanter Zeit, in denen Raum entstehen kann für Kreativität und neue Ideen. Fragen Sie sich, was Ihnen Freude macht. Entwickeln Sie Interessen außerhalb Ihres Berufsfeldes, gehen Sie auf Menschen zu. Treffen Sie sich wieder vermehrt mit Freunden.

 

Hilfe vom Profi

Wenn Sie merken, dass Sie bereits zu kraftlos sind, sich selbst zu helfen, scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe zu holen. Eine Psychotherapie ist für viele der richtige Weg aus diesem Zustand, sie unterstützt bei der Arbeitsorganisation, hilft bei Konfliktlösungen, schärft die Sinne für soziale Beziehungen und hilft, sich abgrenzen zu lernen.

 

Vorbeugung

In Sozialberufen tätige Menschen müssen besonders aufpassen, daß sie sich ausreichend abgrenzen. Definieren Sie sich nicht als allein verantwortlich für die zu Betreuenden. Versuchen Sie den Mangel an Anerkennung an Ihrem Arbeitsplatz nicht persönlich zu nehmen. Sorgen Sie für klare Arbeitsteilungen mit Kollegen, machen Sie nach Dienstschluß wirklich Feierabend; nehmen Sie Probleme nicht mit nach Hause. Setzen Sie sich Ziele, die Sie nicht überfordern, und arbeiten Sie sie nach Plan ab. Wichtige schützende Faktoren sind ein intaktes Familienleben, ein solider Freundeskreis und Freizeit, die auch als solche genutzt wird, z.B. für Hobbys und Sport.