Haut & Haare
Geändert am: 10. Juli 2013

Schuppen

Written by  menscore-body, Published in Haut & Haare
Aus der ärztlichen Redaktion
 

Leise rieselt der Schnee auf die Schultern... sogar im Sommer. Die Rede ist von Schuppen. Das kann schnell einen ungepflegten Eindruck machen. Aber zum Glück kann man einiges dagegen tun. Worauf man beim Shampookauf achten sollte und wann der Hautarzt gefordert ist.

 

 

Etwa jeder dritte Mann in Deutschland leidet unter Kopfschuppen. Rieseln Hautflocken vom Kopf, ist der Hefepilz Pityrosporum massiv am Werk. Der Pilz wird besonders fleißig, wenn zu einer erblichen Veranlagung noch ungeeignete Haarwaschprozeduren, Stress, eine Hormonbehandlung oder Immunschwäche hinzukommen. Die Schuppenbildung ist im Winter stärker als im Sommer. Grund: Die UV-Bestrahlung durch die Sonne hemmt die Vermehrung des Pityrosporum.

 

Lösung:

„In Apotheken erhältliche Shampoos, die Ketoconazol, ein besonders gegen Pityrosporum wirksames Pilzmittel enthalten, können zur Behandlung (zweimal wöchentlich für vier Wochen) oder zur Vorbeugung (einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen einmal) eingesetzt werden", empfiehlt Professor Peter.

Anwendung: Auf feuchtes Haar aufbringen, einmassieren und fünf Minuten einwirken lassen, ausspülen. Hilft es nicht, suchen Sie einen Hautarzt auf. Medizinische Shampoos mit Selendisulfid verlangsamen die Zellteilungsrate, führen aber zu einer starken Haarverfettung.

Kosmetische Antischuppenmittel mit Zink- oder Magnesium-Pyrithion und Tioxolon wirken antimikrobiell und beugen so Kopfhaut-Entzündungen vor. Auch Shampoos mit Auszügen aus Brunnen- und Kapuzinerkresse können den Schuppen den Garaus machen. Darin enthaltene Senfölabkömmlinge wirken desinfizierend. Aber Vorsicht: Allergiegefahr.

Schwefelhaltige Pasten sowie Haarwässer mit Salicylsäure oder Resorcin reduzieren die Hautzellenbildung, weichen verhornte Stellen auf und lösen sie besser ab. Ein- bis zweimal pro Woche angewendet, mildern sie Juckreiz und Entzündung.