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So beugen Sie Krebs vor

by menscore-body

Krebs hat so einige unserer Besten auf dem Gewissen. Er kommt in der Todesursa­chenstatistik an Platz zwei. Öfter zum Tod führten nur Krankheiten des Herz-Kreis­lauf-Systems.Dabei lassen sich die meisten Krebsarten gut vorbeugen.

Laut Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) werden für das Jahr 2014 rund 500.900 neue Krebserkrankungen erwartet. Es ist davon auszugehen, dass mehr als jeder vierte Betroffene daran sterben wird. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkrebstag in 2013 mitteilte, ist Krebs zwar weiterhin zweithäufigste Todesursache nach den Herz-Kreislauferkrankungen, sein Anteil an allen Todesfällen in den letzten 30 Jahren ist aber um fast 25 Prozent gestiegen.

Besonders krebsschwache Punkte des Mannes sind Darm, Lunge und Vorsteherdrüse.

Darmkrebs

Die bei Männern häufigste Krebsart mit Todesfolge sind Erkrankungen der Verdauungsorgane mit knapp 39 000 Gestorbenen. Das sind etwa 32 Prozent an allen krebsbedingten Todesfällen.

Im Jahr 2014 werden laut Schätzung der deutschen epidemiologischen Krebsregister (www.gekid.de) und des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert-Koch-Institut (www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Darmkrebs/darmkrebs_node.html) 35 500 Männer an einem kolorektalen Karzinom erkranken. Das Risiko ist für Personen, die Dickdarmpolypen haben, besonders hoch. Und sind Dickdarmpolypen in der Familie bekannt, beträgt das Risiko für Dickdarmkrebs mit 30 Jahren 50 Prozent, und mit 40 Jahren sogar 90 Prozent!

Allerdings können im Frühstadium über 90 Prozent der Patienten geheilt werden. Ist der Krebs im fortgeschrittenen Stadium, ist die Heilungschance erheblich geringer.

Das können Sie tun:

  • Hat es in Ihrer Familie jemanden mit Dickdarmpolypen oder gar Dickdarmkrebs ge­geben, dann laufen Sie als nächstes in eine Apotheke und lassen sich einen Brief­chentest geben, der – nach Gebrauchsanleitung durchgeführt – versteckte (okkulte) Blutungen aus Polypen im Stuhl nachweisen kann.
  • Ist der Test positiv, und kann der Internist Polypen im Darm finden, kann durch de­ren Entfernung einer Krebsentstehung wirksam vorgebeugt werden.
  • Sind Sie familiär nicht belastet, sollten Sie ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung gehen.
  • Aber einen Dickdarmkrebs bekommt man nicht nur von den Eltern. Große Fettmen­gen in der Nahrung, aber auch Rauchen und hoher Alkoholkonsum erhöhen das Ri­siko für Dickdarmkrebs.

Lungen- und Bronchialkrebs

Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 50. und 60 Lebensjahr auf und kommt an zweiter Stelle der krebsbedingten Todesfälle mit über 30 000 Sterbefällen. Aber Lungenkrebs ist kein Schicksal, denn es kann verhindert werden, wie kaum eine andere tödliche Krankheit.

So können Sie Ihr Risiko minimieren:

  • hören sie auf zu rauchen. Denn 90 Prozent aller Lungenkrebskranken waren Rau­cher! Wer mit 15 Jahren angefangen hat, regelmäßig zu rauchen, der hat ein fünfmal so hohes Risiko für Lungenkrebs wie Raucher, die erst mit 25 Jahren angefangen ha­ben. Und: Mit bis zu zehn Zigaretten täglich ist die Wahrscheinlichkeit um das fünf­fache erhöht, mit mehr als 35 Zigaretten sogar um das 40fache.
  • Unabhängig von Ihrem Alter und den Jahren, die Sie geraucht haben, sinkt Ihr Ri­siko auf das Niveau eines Nichtrauchers, wenn Sie zehn Jahre ohne Zigarette aushal­ten. Zigarettenrauch enthält mehr als 40 krebserregende Substanzen, die nicht nur das Risiko für Lungenkrebs drastisch erhöhen, sondern auch für Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren, Bauchspeicheldrüsen-, Nieren- und Blasenkrebs.
  • wer am Arbeitsplatz Substanzen wie Asbest, Nickel- und Chromverbindungen, Uran oder Teer ausgesetzt ist, sollte die am Arbeitsplatz geltenden Gesundheits- und Sicher­heitsvorschriften unbedingt beachten und sich regelmäßig ärztlich untersuchen lassen. Denn diese Stoffe können beim Einatmen Lungen- oder Kehlkopfkrebs auslö­sen.

Prostatakrebs

Der Prostatakrebs ist zwar mittlerweile die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland – in 2010 wurde er bei knapp 66 000 Patienten entdeckt. Es sterben aber deutlich weniger Betroffene daran: Im Jahr 2010 waren es weniger als 13 000. Aber die Krankheit beeinträchtigt die Lebensqualität ganz erheblich, wenn sie zu spät entdeckt und behandelt wird: Impotenz und Inkontinenz sind nämlich sehr häufige Nebenwirkungen der Therapie.

Beschwerden wie Schmerzen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang und Kreuz- und Rückenschmerzen treten meist erst auf, wenn der Tumor schon Tochterge­schwülste in Knochen und Lymphknoten gestreut hat. Zu diesem Zeitpunkt ist es für eine Heilung jedoch meist zu spät.

Deshalb wird eine regelmäßige jährliche Vorsorgeuntersuchung ab 45 empfohlen. Hat der Krebs noch nicht gestreut und ist noch auf die Prostata beschränkt, kann er immerhin in ca. 90 Prozent der Fälle geheilt werden.

So mindern Sie Ihr Risiko für Krebs:

Wir alle bilden täglich mehrere Krebszellen, die aber durch unser gesundes Im­munsystem – hochspezialisierte Zellen, die entartete Zellen aufspüren, angreifen und vernichten können – sofort ausgemerzt werden. Haben wir jedoch einen schwachen Immunhaushalt, können sich Krebszellen ungehemmt vermehren und ausbreiten.

Deshalb ist es wichtig, dass wir alles meiden, was unser körpereigenes Abwehrsystem schwächt.

Alkohol

Unter Alkoholeinfluss streut Krebs schneller und stärker, fanden US-amerikanische Forscher heraus. Trinken Sie vier bis fünf Gläser pro Tag, ist Ihr Risiko für Leber-, Speiseröhren und Magen-Darm-Krebs mehr als verdoppelt.

Rauchen

90 Prozent aller Lungenkrebsopfer sind Rauche. Zehn Zigaretten täglich verfünffachen Ihr Risiko, bei mehr als 35 Zigaretten steigt es um 4000 Prozent.

Sonne

Sonnenstrahlen können die Erbsubstanz direkt schädigen und zusätzlich freie Radikale erzeugen, die ebenfalls Krebs verursachen. Schatten bietet den besten Schutz.

Umweltgifte

Müssen Sie mit Substanzen wie Asbest, Nickel- und Chromverbindungen, Uran oder Teer arbeiten, sollten Sie die Sicherheitsbestimmungen unbedingt einhalten oder für ihre Durchsetzung sorgen. Jeder Stoff kann beim Einatmen Lungen- und Kehlkopfkrebs auslösen.

Vererbung

Sind in Ihrer Familie Dickdarmpolypen oder gar Dickdarmkrebs aufgetreten, besorgen Sie sich einen so genannten Brief­chentest aus der Apotheke, der versteckte (okkulte) Blutungen aus Polypen im Stuhl nachweisen kann. Sollte der Test positiv sein, und kann der Internist Polypen im Darm finden, kann de­ren Entfernung einer Krebsentstehung wirksam vorbeugen. Aber Dickdarmkrebs kommt nicht nur aus den Genen. Ernähren Sie sich zu fettreich, rauchen Sie oder trinken Sie zu viel Alkohol, erhöht sich Ihr Ri­siko für Dickdarmkrebs um ein Vielfaches. Auch wenn Sie familiär nicht belastet sind, ist es ratsam ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen

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