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Gewitter im Kopf? Das hilft gegen Spannungskopfschmerz

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Der Kopf hämmert, pocht oder dröhnt. Rund 30 Millionen Deutsche leiden immer wieder unter Spannungs- kopfschmerzen – darunter viele Männer. Einige behandeln sich falsch, andere gar nicht. Erfahren Sie, was wirklich hilft. 

Kopfschmerz ist nur Frauensache? Nicht ganz. Zwar leiden laut einer aktuellen Umfrage von jameda mehr Frauen unter Kopfschmerzen, aber auch Männer werden nicht verschont. Während 58 Prozent der befragten Frauen angaben, häufig mit schlimmen Kopfschmerzen zu kämpfen, zählten sich auch 29 Prozent der Männer zu den Betroffenen. Dazu kommen all jene, die nur gelegentlich Kopfschmerzen haben.

Spannungskopfschmerzen oder Migräne?

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Während Migräne-Attacken so heftig sind, dass der Betroffene eine Pause einlegen muss, verursachen Spannungskopfschmerzen in der Regel nur leichte bis mäßige Beschwerden. Das permanente Schädelbrummen nervt zwar, wirft die Betroffenen aber nicht aus der Bahn.

Wie Spannungskopfschmerzen entstehen, ist noch nicht eindeutig geklärt. Forscher vermuten aber, dass Stress eine große Rolle spielt. Stresshormone sorgen dafür, dass sich die Muskeln anspannen und Schmerzimpulse aussenden. Wenn der Stress kein Ende nimmt und immer mehr Schmerzimpulse im Gehirn ankommen, haben die Betroffenen schließlich Kopfweh. Wer jetzt sofort zur Tablette greift, tut sich allerdings keinen Gefallen.

Schmerzmittel: Nur selten die richtige Wahl

Der Umfrage zufolge nimmt fast die Hälfte der Befragten Medikamente, um die Schmerzen zu lindern. Zwar sind es deutlich mehr Frauen, die Tabletten einnehmen (53 Prozent), doch auch 37 Prozent der Männer wählen diese Behandlungsmethode. Doch das ist nicht immer die richtige Entscheidung. Neurologen raten bei leichten bis mäßigen Spannungskopfschmerzen von Medikamenten ab. Schließlich gibt es Alternativen, die genauso effektiv sind und kaum Nebenwirkungen haben.

Laut Studien zeigt auch Pfefferminzöl gute Erfolge in der Kopfschmerztherapie: Die Heilpflanze vertreibt Kopfweh genauso zuverlässig wie gängige Schmerzmittel. Stirn und Schläfen ein- oder mehrmals einzureiben, reicht völlig aus. Wenn die Schmerzen vom verspannten Nacken stammen, die in den Kopfbereich ausstrahlen, sind sanfte Dehnübungen ebenfalls wirksam. Blockaden können Sie beispielsweise lösen, wenn Sie den Kopf vorsichtig nach unten drücken. Welche Übungen außerdem helfen, erfahren Sie hier.

Leben ohne Spannungskopfschmerzen: So beugen Sie vor

Sie leiden immer wieder unter Kopfweh? Dann macht es Sinn, die Schmerzen nicht nur akut, sondern auch präventiv zu behandeln. Ärzte raten ihren Patienten in der Regel, Ausdauersport zu treiben, um Stress abzubauen und auf diese Weise einen häufigen Auslöser für Kopfschmerzen auszuhebeln.

Stress lässt sich manchmal nicht vermeiden. Aber wer gelernt hat, sich bewusst zu entspannen, entkommt der Stressfalle schneller. Deshalb empfehlen Neurologen ihren Patienten, eine Entspannungstechnik zu erlernen. Bei Spannungskopfschmerzen hat sich die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen bewährt: Erst die Muskeln gezielt an- und dann wieder zu entspannen hilft, Blockaden zu lösen. Auf diese Weise beugen Sie nicht nur Kopfschmerzen vor, sondern auch viele andere Stresskrankheiten.

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